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Kategorie: Wohnungsmarkt
Nachricht vom: 24.Juli 2012

Wohnungsbestand auf Kundenwünsche der Zukunft ausrichten

"Wer seinen Wohnungsbestand strategisch entwickeln will, muss wissen, wer künftig wie zu welchem Preis wohnen will", das sagt Bettina Harms, geschäftsführende Gesellschafterin der Hamburger Beratungsgesellschaft ANALYSE & KONZEPTE.

Und die Empfehlung gelte keineswegs nur für Wohnungsunternehmen, die sich in Mietermärkten behaupten müssen, so Harms. Die Devise "Wer sein Unternehmen fit für die Zukunft machen will, muss sich über seine Kunden Gedanken machen", gelte vielmehr für die gesamte Wohnungswirtschaft. Denn gesichert ist: Auch die Gruppe der Erstmieter verkleinert sich stetig.

Wie sich zukünftig interessante Kundengruppen identifizieren lassen und welche Konsequenzen sich aus der Marktanalyse für die Bestandsentwicklung ergeben, ist deshalb Gegenstand der BBA-Fachtagung "Zielgruppenspezifische Bestandsentwicklung: Irrwege vermeiden und Perspektiven schaffen", die am 10. September in Berlin stattfindet.

Die Zielgruppenanalyse ist nicht neu. Seit langem gehört sie zum Standardrepertoire eines zukunftsorientierten Wohnungsunternehmens: Um im Spannungsfeld demografischer Wandel, Leerstand und Vermietungsmanagement erfolgreich am Markt bestehen zu können, ist es von Nöten, die Kundengruppen mit ihren Wohnwünschen und -bedürfnissen genau zu kennen.
"Für die systemische Bestandsentwicklung ist es wichtig, zu wissen, was tatsächlich nachgefragt wird", sagt Bettina Harms. Denn wer am Markt vorbei investiere, riskiere Leerstand. "Wer würde heute noch eine Videothek aufmachen?", so die provokante Frage der Marktforscherin.

Während lange Zeit nur wenige Standardfragen umfassender Fragebogen zum Einsatz kam, bedient man sich heute eines breit sortierten Instrumentenkastens. Die bekannten und häufig genannten Schlagworte in diesem Zusammenhang lauten WohnMatrix, Wohnstiltypen und Sinus-Milieus. Doch "Best Ager" ist nicht gleich "Best Ager". Und weil sich eben nicht alle Senioren, junge Familien mit Kindern und Starter-Haushalte über einen Kamm scheren lassen, bedarf es differenzierter Analyse-Methoden, bei denen es sich u.a. auch um die jeweilige Einkommenssituation, Lebensanschauung und den Bildungshintergrund dreht.

Im Rahmen der BBA-Fachtagung "Zielgruppenspezifische Bestandsentwicklung: Irrwege vermeiden und Perspektiven schaffen" stehen die verschiedenen Analysemethoden und ihre konkrete Anwendungsmöglichkeiten in der Praxis im Mittelpunkt der Diskussionen. "Ziel ist, nachvollziehbar aufzuzeigen, wie zukünftig wohnungswirtschaftlich relevante Zielgruppen identifiziert werden können und welche Auswirkungen sich daraus auf die Weiterentwicklung des Wohnungsbestands ableiten lassen", so BBA-Bildungsreferentin Ulrike Künert.

Informationen zum Tagungsprogramm unter www.bba-campus.de.



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